Mittwoch, 19. September 2012

Südamerikaner vertrauen eben

Heute bin ich mit Yaneth und Rebeca in die Stadt gefahren um mir ENDLICH ein Ladekabel für meine Kamera zu kaufen und ein Passfoto von mir machen zu lassen (für den Schülerausweis). 
Doch irgendwie scheint hier kein Mensch Nikonladekabel zu brauchen...außer ich!

Also gut, gehen wir eben erst Passfotos machen.
Beim Fotografen angekommen, fragte meine Gastmama nach, ob sie nicht hier ein Ladekabel kaufen könne... der Fotograf schaute nach, und fand eins! Nun musste er nur noch den Preis im Computer nachschauen, den konnte er aber leider nicht finden. Daraufhin sagte er: " Egal, nimm es einfach und bring es mir zurück, wenn dein Akku aufgeladen ist!"  Als ich meinte, dass ich aber gerne eins kaufen möchte, da ich es für ein ganzes Jahr brauche, sagte er : " Klar, kein Problem! Bring es mir einfach wieder, bevor du zurück fliegst." - Alles klar! 

SÜDAMERIKA ICH LIEBE DICH


Danach sind wir noch in eine Mall gegangen, einfach nur um etwas bummeln zu gehen.





                                                                                                     

Müde und kaputt von der Hitze sind wir dann wieder Heim gefahren.




Und zu welcher Überraschung: bekam ich endlich mein erstes eigenes Geld. 

Dienstag, 18. September 2012

18 años

Kleiner Blumenstrauß von Papa für Mama.
Heute hatten meine Gasteltern ihren 18. Hochzeitstag. 


Nachdem ich aufgewacht bin und geduscht hatte, ging ich runter in unser Wohnzimmer, wo mich meine Gastmama mit einem nigel nagel neuen Blackberry in der Hand empfing. "Guck mal Paulina, was ich zum Hochzeitstag geschenkt bekommen habe!!!!" *STOLZ* 
Und noch eine kleine Aufmerksamkeit für's Mütterchen

Ich konnte es kaum glauben! 
Schenken die sich jedes Jahr so teure Sachen????

Und dann auch noch dieser riiieeesigee Blumenstrauß ! WOW 
(Ich glaube ich muss hier leider auch heiraten :P)     

Zum Mittagessen (12 Uhr) gab es dann eine sehr leckere Suppe, zum Hauptgang Nudeln und dazu Wein! - auch für meine 14 jährige Schwester-  *Prost* 
Beschwipst fuhr mein Gastvater Daniel dann zurück zur Arbeit, Rebeca spülte angeheitert das Geschirr ab und Yaneth und ich plauderten über meine großen Füße, für die es hier keine Schuhe für die Schuluniform gibt. Pech gehabt!

Montag, 17. September 2012

Monumento a la Paz

Gestern waren meine Familie und ich am Monumento a la Paz in Trujillo ( mit 47 Metern die größte Statue Amerikas). 
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Wieder einmal ein sehr heißer und schwüler Tag. Doch so langsam gewöhne ich mich daran ! 

                   Yaneth, Rebeca und ich in der kleinen Kapelle, die neben dem Monumento steht. 

                                           Endlich die 47 Meter Treppen aufgestiegen. 

                              Und zum Abschluss nochmal an 4 süßen Hundewelpen gefreut. 

Mein erster Ausflug im neuen Land

Am nächsten Tag wurde ich so gegen 6:30 Uhr geweckt, da meine Gastmama (Yaneth), meine Gastschwester (Rebeca) und ich, unserer Tante (Lorena) auf der Arbeit helfen sollten. Sie arbeitet nebenbei an einem Touristenort, an dem man sich zum Beispiel an einer sehr hohen Seilbahn von Station zu Station seilen muss ( keine Ahnung, wie man das beschreiben soll  >_< ) 

Rebeca und ich 
Jedenfalls war natürlich keine Zeit mehr, um mich zu duschen, geschweige denn mich zu schminken! 

Schön verranzt, nichtmal ein Deo besitzend, fuhren wir also hoch in die Anden. 
Wir mussten uns beeilen, da um 7 Uhr ca. 30 Kinder zu dieser Attraktion kommen sollten. Schlussendlich kamen sie dann um 12 ! Südamerika wurde mir immer sympatischer. 
Hauptsache mal ungeduscht aus dem Haus gerannt... Naja, was will man machen?! 

Gearbeitet habe ich kaum, da keiner Zeit hatte, mir alles mit Pantomime zu erklären ( keiner spricht Englisch). EGAL! Hab ich halt Vokabeln gelernt :) 

                                                                                                                                                                                                        
Am Abend sind wir dann noch in einer Pizzeria essen gegangen und ich habe meine erste Mini-Bestellung auf Spanisch gemacht : Dos CocaColas grandes por favor! 
Alle jubelten und klatschten und waren stolz, mir etwas beigebracht zu haben! ♥



Bald sollte es soweit sein !

Glenda und ich warteten bei einer AFS - Frau auf unsere Familien, die uns dort abholen sollten. OH MEIN GOTT... BALD SOLLE ES SO WEIT SEIN! 
Es dauerte nicht lange, da kam sie auch schon: Meine Gastfamilie.

Ich war überwältigt. 
Das sollte sie also sein, die Familie, bei der ich das nächste Jahr leben sollte! Kräss !

Meine neue Familie und ich gingen erstmal etwas essen. Endlich wieder normales Essen und Trinken! PUH! Zum Glück, ich hatte schon befürchtet, das Essen bleibt so schrecklich, wie im Camp! 

Danach fuhren wir "nach Hause", und mir wurde erstmal das Haus, die Autos und mein Zimmer gezeigt. Der erste Eindruck: Schön! Aber kein Vergleich zu meinem Zimmer in Deutschland. 


Die ersten Schritte in Venezuela

Der fast 11 Stündige Flug war trotz ständigem Einnickens sau anstrengend.
Doch nun stand ich auf Venezolanischem Boden! Angekommen in einer ganz anderen Welt. 

SCHWÜL! HEIß! ORIENTIERUNGSLOS! 

Und jetzt nochmal 3 Stunden Bus fahren, um ins AFS - Camp zu kommen?! 
So heiß es auch draußen war, haben wir alle im Bus gefroren. 
Die Klimaanlage wurde auf gefühlte -40° C  eingestellt und dazu waren wir total übermüdet. 
Doch das interessiert doch unsere Betreuer nicht ! Die schrien sich vergnügt an, und das Radio mit schlechtesten Empfang uns... während wir einfach nur schlafen wollten, da es nach deutscher Zeit schon 3 Uhr nachts war. 

Irgendwann kamen wir dann aber doch an und aßen erstmal ekelhafte Brokkolisuppe und Pizza. 
Anschließend durften wir dann auch schon in unsere Zimmer! YEY! EINFACH NUR PENNEN.


Die letzten Stunden in Deutschland


Der Tag des Abfluges war also da. Ein seehr hektischer Tag! 
Aufstehen, fertig machen, frühstücken, ein letztes Mal den Kofferinhalt checken und schon sollte es auch losgehen. 
Wir fuhren um 8:50 Uhr von zu Hause los, obwohl ich um 9 Uhr im Flughafen am AFS - Treffpunkt sein sollte! -Stau, na toll... 
Ich kam eine halbe Stunde zu spät. Egal! Ich war nicht die Einzige...
Ab jetzt ging die Zeit viel zu schnell rum! VIEL zu schnell ! 
Zwei letzte Zigaretten und ab zum Check-in Schalter. Danach ging es dann auch direkt zum boarding, nix mit paar Minuten für mich und meine Familie haben! KACKE! 

Der Abschied war hart und es flossen viele Tränen, doch: wer nicht weggeht, kommt auch nicht wieder.